Weihnachten und Neujahr

24. Dezember

GOTTES Rückkehr

In dieser prachtvollen Orgelmusik von J. S. Bach handelt es sich wohl um die Darstellung der Geburt des Heilandes – hier nicht unter erbärmlichen Umständen in Stall und Krippe, bei Ochs und Esel und so weiter, sondern als triumphalen Einzug des Schöpfers der Welt in sein Eigentum. Die spektakulären vier Akkorde gegen Ende sowohl des Präludiums als auch der Fuge könnten für die vier Evangelisten stehen, zugleich für die Cheruben, die viergesichtigen Engelswesen in der Tempelvision des Propheten Hesekiel (dort im 40. Kapitel). Die Weise, wie Hesekiel und seine Schüler das Ende der babylonischen Gefangenschaft kommen sahen, kann als Vorzeichen für die Erlösung der ganzen Schöpfung durch die Geburt des Retters Jesus Christus gelesen werden. Der Prophet sah JHWH nicht mehr als Stammesgott des Volkes Israel, sondern als Herrn der Welt. Das Kind in der Krippe (der Mann am Kreuz) entlässt die Engelswächter am Eingang des Paradieses ihrer Türsteherverpflichtungen. „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr“ – Bach zitiert unaufhörlich seine eigene Vertonung des himmlischen Lobgesanges bei den Hirten auf dem Felde.
Die schlecht versteckten Fehltritte in dieser Einspielung seien mir verziehen! Die Pandemie hat Nachbesserungen verhindert; wir hoffen, später eine bereinigte Fassung vorlegen zu können.

Frohe Weihnachten!

Johann Sebastian Bach  –  Präludium und Fuge C-Dur


Neujahr

J. S. Bach (?): Toccata und Fuge d-moll – Wolfgang Amadeus Mozart: Eine kleine Nachtmusik

Silvester gehört in der Kirche zu den Weihnachtsfeiertagen. Gleichzeitig haben sich aber ‚heidnische‘ Bräuche gehalten: Es galt, während des Winters böse Geister zu vertreiben – deshalb Feuerwerk und Fastnacht. Da auch von Jesus berichtet wird, dass er Dämonen austrieb, ist dieses Nebeneinander von christlichem Festkreis und heidnischem Brauch zu billigen. Hier die Offenbarung Gottes als Mensch, dort das abergläubisch-religiöse Suchen nach Erlösung, Leben und Freiheit als menschlich-allzumenschliche Fragen (und Antworten?) …

 

Hier ein alternatives Feuerwerk: Toccata und Fuge d-moll für Orgel, sehr wahrscheinlich von Johann Sebastian Bach. Ein Jugendwerk des Großmeisters aus Thüringen, vielleicht ursprünglich für Solovioline komponiert – und Mozarts „Kleine Nachtmusik“, gute Laune pur.

Ein Tipp: Hören Sie es gerne LAUT, damit sie das Feuerwerk erleben !

Wir wünschen Ihnen für das kommende Neue Jahr alles, was Sie benötigen!

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